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  • Ein todsicherer Job – Christopher Moore

    Ein todsicherer Job – Christopher Moore

    Christopher Moore hatte mich vor einigen Jahren mit seinem Buch „Die Bibel nach Biff“ begeistert und doch war es das Einzige, was ich von ihm bis heute gelesen oder gehört habe. Als ich dann aber über das Hörbuch „Ein todsicherer Job“ gestolpert bin, war ich wieder vom Moore-Fieber gepackt und ich mußte einfach reinhören.

    Titel: Ein todsicherer Job
    Autor: Christopher Moore
    Sprecher: Simon Jäger
    Genre: Humor, Mysterie
     Lauzeit: 12 Std. 54 Min. (ungekürzt)

    Verlag: Audible GmbH
    Erschienen: 2010

    Preis: 24,95 €

    Zur Story: Charlie Asher ist ein eher unauffälliger, netter, leicht neurotischer Kerl, dem das Leben gerade eine Tochter geschenkt hatte, nur um ihm im selben Augenblick seine Frau zu nehmen. Und wie sollte es auch anders sein, kommt es natürlich für den armen Kerl noch dicker: Am Bett seiner toten Frau ertappt er einen Mann in mintgrünem Anzug, der sehr erstaunt ist, daß Charlie ihn sehen kann. Der Mann verschwindet später auf wundersame Weise und nicht einmal auf den Bändern der Überwachungskameras ist er zu sehen. Streß und Schock werden als Ursache für die Einbildung herangezogen und mit einer kleinen Tochter auf dem Arm findet sich Charlie plötzlich vor dem alltäglichen Wahnsinn eines alleinerziehenden Vaters wieder. Doch sollte das Ganze ein Nachspiel haben. Denn plötzlich beginnen manche Gegenstände in seiner Umgebung in einem seltsamen roten Licht zu leuchten, was aber scheinbar nur er sehen kann und auch der Mann in Mint taucht wieder auf.

    Erst langsam breitet sich die Situation vor Charlie aus. Er ist ab sofort ein Helfer des Todes, ob er nun will oder nicht. Seine Aufgabe: Seelen von frisch Verstorbenen zu holen und sie wieder in den Kreislauf des Lebens einzuführen. Das ist für einen frischen Witwer / alleinerziehenden Vater nicht ganz so einfach und bringt so einiges an Problemen mit sich. Und seine Bekannten und Verwandten sind nur zum Teil ein Hilfe.

    Doch damit fängt die ganze Sache erst so richtig an, denn nicht nur Charlie und seine Kollegen sind hinter den Seelen her…

    Der Sprecher: Simon Jäger ist schon seit langem einer meiner absoluten Lieblingssprecher. Zwar hör ich auch gerne ernste Hörbücher von ihm, doch vorallem bei den lustigen und schrägen Büchern fährt er in meinen Ohren zu seiner wahren Größe auf. Er schafft es, jeder Person seinen eigenen Charakter zu verleihen und vorallem den schrägen Unterton der Geschichte in den passenden Momenten eine Stimme zu verleihen. Allein schon seine Stimmlage beim „Ähm…bitte was?“ bringt mich jedesmal wieder zum Brüllen. Simon Jäger ist ein eindeutiger Gewinn für das Hörbuch.

    Fazit: Die Geschichte ist in erster Linie eine humorvolle Charakterbeschreibung von Charlie und seinem Versuch seiner Lage her zu werden. Dieses Unterfangen wird ihm durch die Teils sehr schrägen Bekannten und Verwandten nicht gerade leichter gemacht. Und genau hier liegt die Hauptstärke der Geschichte. Die Charaktere sind jeder auf seine Art schräg und ein unerschöpflicher Quell an humoristischen Einlagen. Bei einigen Dialogen lag ich kichernd am Boden und hatte danach Bauchschmerzen. Dazu kommen noch die wunderbaren Situationsbeschreibungen.

    Moore schafft es aber auch sehr gut, zwischen diesen Lachern die traurigen Momente einzubauen, ohne das sie fehl am Platz wirken oder das Ganze ins Lächerliche ziehen würden. Wenn Charlie um seine Frau trauert, dann gibt das dem Charakter nur noch mehr Tiefe und er wächst einem dadurch nur noch mehr ans Herz.

    Zwei kleine Punkte sind mir dann aber doch etwas negativ aufgefallen: Zum einen wurde etwa in der Mitte durch einzelne kleine Parts ein weiterer Faden in die Geschichte eingesponnen. Das geschah aber für meine Ohren auf eine etwas verwirrende Art. Ich hatte nicht das Gefühl, daß da neue Geheimnisse auftauchten, sondern mehr als ob ich irgendwo einen Teil verpaßt hätte und deshalb nun nicht verstand, was da eigentlich vor sich ging.

    Zum andern trat der Plot um die finsteren Mächte zu Gunsten der einzelnen Charaktere und deren Interaktionen etwas in den Hintergrund und wurde nur an einigen Stellen kurz erzählt, was am Ende dann doch ein paar Fragen für mich offen ließ.

    Diese beiden Punkte fallen aber nur dann wirklich ins Gewicht, wenn man eine Geschichte nur nach dem schlechtesten Moment bewertet. Vergleicht man sie aber mit den Stunden herrlichster Situationskomik, bei denen ich Tränen gelacht habe, dann sind sie vollkommen vertretbar und fallen nicht wirklich ins Gewicht. Die Geschichte hat ihren Schwerpunkt bei den Charakteren und wer nur große Ereignisse und Abenteuer sucht, ist hier verkehrt. Allen anderen kann ich nur empfehlen mal reinzuhören. Es lohnt sich.

    Euer

    Papa Rabe w^v^w

    Das Hörbuch gibt’s auch bei Audible zum download:
    Ein todsicherer Job – Christopher Moore

    Hörprobe und weitere Infos findet Ihr HIER auf der Audible-Seite!

    Und hier noch ein Trailer:

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  • Und dann gabs keines mehr – Agatha Christie

    Und dann gabs keines mehr – Agatha Christie

    Diese Rezension gibt es auch als Podcastfolge HIER zu hören.

    Hörbücher und –spiele sind schon seit langer Zeit eine Leidenschaft von mir und noch so manche alte Serie wird sich in die Rubrik der Helden meiner Kindheit wieder finden. Aber hier soll es um ein Hörbuch gehen, daß ich erst später entdeckt habe und das zu einem meiner absoluten Favoriten zählt: „Und dann gabs keines mehr“ von Agatha Christie.

    Titel: Und dann gabs keines mehr
    Autor: Agatha Christie
    Sprecher: Christian Hoening
    Genre: Krimi
    Laufzeit: 03 Std. 36 Min. (gekürzt)

    Verlag: der Hörverlag
    Erschienen: 2006

    Preis: 6,95 €

    Gleich vorweg, vielleicht ist dem einen oder anderem die Geschichte auch unter einem anderen Namen bekannt. Ich habe zum Beispiel das Hörbuch unter dem Namen „Da waren es nur noch neun“ gekauft. Aus verschiedenen Gründen hat der Titel ein paar mal gewechselt:

    – Ten Little Niggers (Ursprünglicher Titel 1939)
    – And Then There Were None (Amerika 1940)
    – Letztes Weekend (Deutschland 1944)
    – Ten little Indians (Amerika 1964)
    – Zehn kleine Negerlein (Deutschland 1982)
    – Und dann gabs keines mehr (Deutschland 2003)

    Soweit mal die Namen der Buchpublikationen, die ich gefunden habe. Es gab dann auch noch ein paar Verfilmungen, die auch wieder andere Namen gehabt hatten, von denen ich aber keinen Einzigen gesehen habe. Und dann natürlich noch die Hörbücher, von denen ich jetzt nur das oben genannte kenne.

    Zur Story: 10 Personen finden sich auf einer einsamen Insel wieder. Alle 10 wurden von einer geheimnisvollen Person dorthin eingeladen. Die meisten als Gäste, ein paar als Angestellte. Es scheint ein lustiges Wochenende auf der Soldateninsel zu werden, bietet das Haus doch allen Komfort den man sich wünschen kann. Lediglich die isolierte Lage der Insel ist etwas beklemmend. Doch bei einem Schlückchen Alkohol und den ersten Gesprächen lockert sich die Stimmung schnell wieder, hat sich doch eine äußerst illustre Runde eingefunden.

    Doch die erste Freude wird schnell wieder gedämpft, als plötzlich eine Stimme ertönt, die jeden Anwesenden eines schweren Verbrechens beschuldigt, für das die Person nie zur Rechenschaft gezogen worden war. Und das sollte sich nun ändern.

    In jedem Zimmer hängt das Gedicht von den zehn kleinen Zinnsoldaten, die wie im „Zehn kleine Negerlein“ auf unterschiedlichste Art und Weise aus dem Leben scheiden. Und genauso wie die zehn Soldatenfiguren aus Porzellan, welche auf dem Esstisch stehen, langsam weniger werden, genauso nehmen auch die Besucher der Insel abschied vom Leben. Jedes mal auf die Weise, wie es im Lied zu lesen ist…

    Nicht umsonst ist diese Geschichte der meist verkaufteste Krimi aller Zeiten und steht im allgemeinen Ranking auch ziemlich weit oben (je nach Liste bis zu Platz 7). Agatha Christie schafft es, jeder Person innerhalb kürzester Zeit einen eigenen Charakter zu geben. Die Spannung, die zu Beginn aufgebaut wird, wird mit jeder Minute größer und man weiß nicht, soll man nun mit den Opfer mitfiebern oder sich darüber freuen, wenn es den Nächsten erwischt. Ganz zu schweigen von der Frage, wer ist denn nun der Mörder und wen trifft es als nächstes?

    Vor allem die Frage nach dem Mörder macht diese Geschichte so spannend, denn schon bald wird klar, daß es nur einer der 10 Personen sein kann. Aber wer ist es? Die Auflösung hatte mich damals aus den Socken gehauen und ich muß wirklich zugeben, daß ich bis zum Schluß nicht darauf gekommen bin, es aber im Nachhinein wirklich alles logisch und plausibel ist.

    Beim Hörbuch liefert der Sprecher (Christian Hoening) in meinen Ohren eine hervorragende Leistung ab. Durch kleine Nuancen in der Stimme bekommt jede Person ein eigenes Leben eingehaucht und man braucht nach kurzer Zeit nicht mehr die Namen zu hören um zu wissen, wer jetzt spricht. Sogar die weiblichen Rollen meistert Christian Hoening mit Bravour. Allzu oft klingen Frauen, wenn sie von Männern gesprochen werden, auf eine ungewollte Art komisch, was hier aber überhaupt nicht der Fall ist.

    Die geniale Geschichte von diesem Sprecher vorgetragen schlägt mich immer wieder in ihren Bann und auch wenn ich mittlerweile das Ende natürlich kenne, hab ich trotzdem noch Spaß daran sie immer wieder zu hören.

    Erst vor kurzem hatte ich das große Vergnügen die Geschichte als Theaterstück zu sehen. Was mich sehr gefreut hat war, daß sie sich nicht die Original-Theaterfassung von Agatha Christie genommen haben. Diese hatte damals aus dramaturgischen Gründen einen Teil der Geschichte für die Bühne umgeschrieben und vor allem das Ende geändert. Die neue Version nimmt genau das Element heraus, was für mich die Geschichte eigentlich ausgemacht hat. Ich möchte hier nicht näher darauf eingehen, denn dann müßte ich die eigentlich spannenden Sachen hier vorweg nehmen und ich möchte niemanden den Hör- oder Lesespaß verderben. Statt dessen haben sie die überarbeitete Version von 2005 genommen, die sich wieder der Originalgeschichte aus dem Buch bedient und nur kleine Änderung vornimmt, wo es einfach darstellungsbedingt nicht möglich ist.

    Wie oben schon erwähnt, gibt es ansonsten noch mehrere Filme basierend auf der Geschichte und sogar ein Computerspiel wurde 2005 auf den Markt gebracht. Da ich aber weder die Filme noch das Spiel kenne, kann ich dazu leider nichts schreiben.

    Zum Schluß nochmal zu Agatha Christie: Ich liebe einfach ihre Krimis. Mit Margaret Rutherford als Miss Marple bin ich groß geworden und mittlerweile stapeln sich die Hörspiele rund um die alte Dame, Hercule Poirot, und Co. bei mir. Was mir beim hören / lesen ihrer Geschichten immer wieder klar wird ist, daß ich kaum einen Schriftsteller kenne, der es mit ihr aufnehmen kann. Nicht nur von dieser Geschichte könnten sich noch so einige „Spitzenautoren“ eine Scheibe abschneiden, denn was alle Agatha Christie Romane ausmachen ist die Leichtigkeit, mit der sie ihre Geschichten erzählt. Stets mit dem kleinen Augenzwinkern an den richtigen Stellen, nie pathetisch oder aufgesetzt. Natürlich hat sich auf den Geschichten schon ein wenig Staub der Jahre gesetzt und in mancher Hinsicht sind die sie nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. Aber das ist nur noch ein weiterer Punkt, der sie mir noch sympathischer macht. Aber nun genug geschwärmt. Ihr werdet an anderer Stelle noch das eine oder andere von Agatha Christie hier zu lesen bekommen und solltet Ihr noch nicht ihren Geschichten verfallen sein, so hoffe ich, daß ich Euch ein wenig Neugierig machen konnte und kann.

    Euer

    Papa Rabe w^v^w

    Das Hörbuch gibt’s auch bei Audible zum download:
    Agatha Christie – Und dann gabs keines mehr

    Oder bei Hördeutsch.de als CD:
    Agatha Christie – Und dann gabs keines mehr

    Hörprobe und weitere Infos findet Ihr auf der HIER auf der Audible-Seite!

    Die Rezensionen werden auch als Podcast mit offizieller Hörprobe veröffentlicht.
    Zufinden unter: http://papa-rabe.de/podcast/sprach_der_rabe-podcast.rss
    Oder bei ITunes: http://itunes.apple.com/de/podcast/sprach-der-rabe…-rezensionen/id453820845

  • Audible.de

    Audible.de ist ein Hörbuch-Download-Portal bei dem ich nun seit fast einem Jahr Mitglied bin und ich möchte hier ein kleines Resümee ziehen.

    In kurz: Ich bin immer noch voll und ganz begeistert!

    In etwas länger: Als Hörbücher und –spiele Liebhaber bin ich Anfang des Jahres 2010 auf Audible.de gestoßen und hab mir das Flexi-Abo geholt. Das Abo kostet im Monat 9,95 €, was mir gleich wieder als Guthaben gut geschrieben wird. Sollte ich mal einen Monat (oder mehrere) nichts kaufen, dann verfällt das Guthaben nicht, sondern wird weiter gutgeschrieben.

    Als Flexi Abonnent kostet mich jedes Hörbuch / -spiel höchstens nur 9,95 €. Nicht selten spar ich mir so die Hälfte oder noch mehr. Will ich mehr Hörbücher kaufen als mein Guthaben zuläßt, zahl ich trotzdem nur den verbilligten Preis. Und das schönste daran ist, ich kann die Mitgliedschaft monatlich kündigen. So etwas haben nur Firmen, die von ihrem Angebot wirklich überzeugt sind und die es nicht nötig haben, Leuten noch ein paar Monate das Geld aus der Tasche zu ziehen, die eigentlich längst nicht mehr wollen.

    Zum Angebot: Mit über 40 000 Titeln ist für jeden Hörbuch und –spiele Freund was dabei. Vorallem die exklusiven Hörbücher, die es nur über Audible gibt, finde ich immer sehr interessant. Meist sind das ungekürzten Lesungen, über die ich mich immer sehr freue.

    Ab und an höre oder lese ich die Kritik, daß die Audioqualität nicht so gut sein soll. Zugegeben, es ist keine CD Qualität die da angeboten wird. Aber zum einen muß ein gesunder Mittelweg zwischen Qualität und Dateigröße gefunden werden (bei Hörbüchern, die 10 Stunden überschreiten ist das wirklich sinnvoll) und zum anderen sind es Hörbücher und keine Klassikkonzerte. Ich für meinen Teil höre jedenfalls nichts heraus, was meinen Hörgenuß schmälert. Entweder fehlt mir da das feine Gehör oder aber die Kritik ist der Versuch, irgendwas schlechtes daran zu finden. Aber das ist eben wieder einmal Geschmacksache. Ich empfehle einfach mal die Hörproben auf der Seite anzuhören und dann selber zu entscheiden, ob die Qualität ausreichend ist.

    Wie geschrieben kann ich jedem Freund des gesprochenen Wortes nur empfehlen, sich Audible.de mal anzuschauen. Klickt Euch mal durch das Angebot, hört Euch die Hörproben an und lest Euch das Flexi-Angebot durch. Ich hab bisher jedenfalls noch nichts zum meckern gehabt. =)

    Euer

    Papa Rabe w^v^w